18. Oktober 2018
Aus meiner Novelle: Die Liebe eines Hartz IV Empfängers So denkt ihr also über mich: "Warum arbeitet er nicht? Will er nicht, kann er nicht, darf er nicht, soll er nicht, säuft er, drückt er, ruht er sich aus, hat er eine Finka auf Malle? Gib ihm nicht die Hand, gib ihm nicht die Hand. Grüß ihn nicht. Pestbeule, Sozialschmarotzer, Rechter, Linker, Naziabschaum, linksgrünversiffter Dreck, soziale Hängematte, Hartz IV TV, Messi, Pack, Abschaum, Krätze, versiffte Wohnung. Ungebildet. War...
18. Juni 2018
Ich ging, wie ihr euch sicher vorstellen könnt, abends zur Bank, um mir einen kleinen Kredit von 10 Euro geben zu lassen. Freundlich begrüßte mich die junge Dame und schaute auch gleich in ihren Computer. "Oh, ich sehe gerade, Sie sind Hartz-IV-Empfänger?" "Ja", antwortete ich. Ich war vom Regen ganz nass und wollte so schnell wie möglich wieder nach Haus. "Das tut mir leid", sagte sie, als hätte ich eine tödliche Krankheit. "Aber dann ist es uns leider nicht möglich Ihnen einen Kredit...
09. Mai 2018
Als Prinz Fabian im ganzen Königreich seine Hochzeit bekannt gab, war der Jubel so groß, dass es für vier ganze Wochen kein anderes Thema zu besprechen gab, denn es war eine sehr schöne Prinzessin, die er heiraten wollte. Die Leute sagten sogar, es wäre die schönste Prinzessin, die es jemals und jemals gab. Sie hieß Prinzessin Tausendschön, was ja schon einiges heißt, wenn man ihre Schönheit bedenkt. Doch die kleine schöne Hexe Laura war gar nicht so froh, denn auch sie liebte Prinz...
25. März 2018
Am nächsten Tag musste ich um neun Uhr morgens zum 1. Mal alleine den Laden öffnen, und ich war schon ein wenig stolz, dass die Chefin mir nach nur so kurzer Zeit so viel Vertrauen schenkte. Ich verließ schon um halb acht die Wohnung, um mir noch einen Kaffee und einen Berliner zum Frühstück zu kaufen. Der Himmel war glasklar und voller Sterne. Und als ich dann in der Stadt ankam, hing alles voller Flugblätter. Überall waren sie, klebten an Schaufenstern, Hauswänden oder lagen am Boden...
30. Dezember 2017
Nur Erinnerungen und Träume treten in die Ewigkeit. Zeit war nur eine Bewegung. Alles wie ein Echo in der Nacht. Dich gibt es wirklich. Es ist nicht bloß Traum. Doch wo willst Du beginnen, wenn es nicht zu vollenden ist? Nichts hat ein Zentrum, alles ist groß angelegt und kann doch erst hinterher betrachtet werden. Doch wenn alles weiterzieht, über Raum und Zeit hinaus, wenn es den Geist so sehr erhöht, wie das Leben selbst, wo ist da zu beginnen, wenn alles folgende wahrhaftiger ist, als...
21. Oktober 2017
Es war bloß ein Traum. Alle sind wir Schauspieler, der Kosmos unsere Bühne, die Sterne unsere Tribüne, die Zeit nur das Parkett. Wir halten zusammen, doch verbindet uns nichts. Millionen Jahre in diesem Raum, Vergangenheit und Zukunft sind nur ein Traum. Die besseren Tage, sie werden nicht kommen. Nach Millionen von Jahren, hätten sie schon begonnen. ..und was bleibt ist das Leben, das die Bühne uns gibt, zum Sterben und Leben. Aus: Johanns Gedanken und Träume
10. Oktober 2017
Nun schlaft recht gut und träumt was Schönes. Ihr wisst, morgen müsst ihr wieder früh aufstehen, oder auch nicht, was tut´s. Deckt euch ordentlich zu und träumt vom Mann im Mond. Wusstet ihr übrigens, dass er das goldene Vlies hat? Es ist ein großes goldenes Tuch und gar kein Fell. Dies wird er über euch ausbreiten, so dass ihr ruhig schlafen könnt. Und wenn ihr Sorgen habt, so sieht die Welt morgen schon wieder ganz anders aus. Und wenn ihr eine große Liebe neben euch habt, gebt...
28. September 2017
Liebster, auch wenn all Deine Träume von uns so süß sind und Du meinst unsere Küsse noch auf Deinem Mund zu spüren, wenn Du erwachst, weine nicht. Ich weiß, kühl und leicht wie Silberpapier fühlen sich die Berührungen der Träume an. So groß erwachen einst all Deine Erinnerungen an all das, was Du verloren hast und all die Schatten werden Dir erscheinen wie ein dunkler Mythos Deines eigenen Lebens. Menschen, die Du verloren, kehren mit einem Mal zurück und sprechen zu Dir mit...
10. September 2017
Dies sind meine Gedanken, die ich mit euch in der Einsamkeit teile. Wir Verlorenen. Wie Sterne, die verglühen. Wie Wolken, die vergehen. Seht ihr mich noch, ihr Menschen der Welt? Wenn ich durch den Schnee wandere? Wenn ich abends ein Licht in meiner Stube entfache? Ihr seid mir wie Schatten. Ich bin einsam und frei, mich fortzuträumen, wohin ich auch will. Oft ist es schwer wiederzukommen, zurück zu euch, die ihr mir so fremd erscheint. Hier meine Bücher, wie Reisebücher aus der...
21. August 2017
Ich fühle mich fremd. Fremd unter den Sternen. Fremd sind mir eure Ziele. Fremd eure Erwartungen. Fremd sind die Schatten, die mich überkommen. Fremd eure Ängste. Fremd ist mir euer Gold. Ich fühle mich fremd in euren Städten. Fremd sind mir eure Worte. Fremd eure Tröstungen, die aus dem System kommen. Fremd eure Banken. Fremd alle Mode. Fremd eure Schaufenster. Fremd alle Blicke. Ich fühle mich fremd, wenn ihr zu mir sprecht. Ich komme mir fremd vor, wenn ich zu euch spreche. Eure...

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