Der Goldschmied

 

Der Goldschmied ist eine Sammlung von Erzählungen, die sich mit Themen der Gegenwart auseinandersetzen. Diese Geschichten werden zunächst einzeln erscheinen und am Ende als große Erzählsammlung, in der der Goldschmied sie in einem Dialog einem jungen Mann erzählt. Bereits erschienen sind:

 

 

 

 

 

Die schönsten Stücke des Goldschmieds wollte niemand haben, ja sie sahen sie nicht einmal, weil sie zeitlos waren, und kauften nur den Ramsch.

 

Der Goldschmied verkaufte Schmuck mit Zauberkräften, doch die Leute wollten ihn nicht, da das ihr Leben nur komplizierter gemacht hätte. Sie wollten komischer Weise noch nicht einmal wissen, welche Zauber es waren.

 

Der Goldschmied fertigte sein Meisterstück und legte es stolz zum Verschenken ins Schaufenster, doch die Leute wollten es nicht, da sie nicht wollten, dass es nichts wert sei.

 

Nachts lag der Goldschmied im Bett und träumte. Immer wieder stand er auf und machte Skizzen von Schmuckstücken, die er noch erschaffen wollte. Dann schlief er lächelnd ein und ein Zauber legte sich über ihn.

 

Die Stücke des Goldschmieds wurden immer schöner, deshalb wollte ihm erst recht keiner sagen, dass sie schön waren, denn die Menschen waren zynisch und wollten sich an allem und jedem rächen.

 

Als die Menschen sahen, wie schön die Dinge waren, die der Goldschmied schuf, begannen sie zu lästern und fingen an ihn zu hassen, doch der Goldschmied fragte sich jede Nacht: Warum mögen mich die Leute nicht.

 

Der Goldschmied wusste bald: Wenn alles, was ich tue, von jemandem von ihresgleichen getan würde, wäre er hoch angesehen.

 

Und obwohl den Goldschmied alle hassten, fingen sie an ihn zu kopieren. Eines Tages sah er in der Stadt sogar einen Mann, der die gleichen roten Schuhe, den gleichen Mantel und die gleiche schwarze Kappe trug. Doch gegrüßt wurde der Goldschmied nicht.

 

"So viel, wie der Goldschmied produziert, kann es nicht gut sein. Wenigstens hat er keinen Erfolg", tuschelten und kicherten die Leute. "Was fällt ihm ein so schöne Dinge zu machen." Es tat ihnen im Herzen weh, kein Stück von ihm zu besitzen, obwohl er es verschenkte.

 

Sag niemandem, dass du krank bist, sonst gibst du ihnen die Möglichkeit, sich überlegen zu fühlen.

 

Sag niemandem, dass du schwach bist. Schwäche wird unter den Robotern nicht verziehen.

 

Deine schönsten Träume behalte für dich, denn du bewegst dich unter Leuten, die dich dafür hassen, dass du noch welche hast.

 

Diejenigen, die sich ein Leben lang versuchen anzupassen, um dazuzugehören,  sind diejenigen die weinen, wenn sie allein sind.

 

Wenn sie dir etwas übelnehmen, was sie bei anderen durchgehen lassen, sei nicht traurig, denn sie haben keine klaren Standpunkte.

 

Wenn andere dir immer zeigen wollen, dass sie dich nicht mögen, macht es dir erst dann nichts mehr aus, wenn du dich selbst magst.

Wenn sie dir Schuldgefühle einreden wollen, zeigen sie dir nur, dass sie dich nicht verstehen und eigentlich von dir gemocht werden wollen.