Zum Mond

Dies sind meine Gedanken, die ich mit euch in der Einsamkeit teile. Wir Verlorenen. Wie Sterne, die verglühen. Wie Wolken, die vergehen. Seht ihr mich noch, ihr Menschen der Welt? Wenn ich durch den Schnee wandere? Wenn ich abends ein Licht in meiner Stube entfache? Ihr seid mir wie Schatten. Ich bin einsam und frei, mich fortzuträumen, wohin ich auch will. Oft ist es schwer wiederzukommen, zurück zu euch, die ihr mir so fremd erscheint. Hier meine Bücher, wie Reisebücher aus der Unendlichkeit. Meine Gedanken an die Musik. Seltsam kommt es mir vor, in dieser Zeit hier zu leben. Seltsam erscheinen mir eure Interessen. Wie von den Sternen, so scheint mir, fiel ich herab. Und je länger ich forttreibe, desto mehr sehne ich mich,  sehne ich mich zurück, zum Mond, zu den Träumen, von denen ich euch erzähle.

 

Aus: Johanns Gedanken und Träume

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